BOB_03.12.11_klein_hpElf Gaststätten nehmen im Rother Gewerbegebiet an bayernweiter Präventionskampagne BOB teil

Jetzt geht's los: Roth wird gelb! Ab diesem Wochenende sind sie nämlich in fast einem Dutzend Gastwirtschaften der Stadt samt Ortsteilen zu haben - drei leuchtende Buchstaben, die sich jugendliche Autofahrer in Form eines Schlüsselanhängers sichern können, um damit ein anti-alkoholisches Freigetränk zu erhalten. Inklusive Auftrag: Wer BOB in Händen hat, bringt seine Freunde sicher nach Hause!

 

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ROTH - Ein Herzenswunsch. Das war BOB für den städtischen Arbeitskreis Jugendschutz von Anfang an. Und wohl deshalb sei es nun auch so: "Die Rother haben die Nase in Sachen Gaststättenakquise klar vorn", sagt Dorothee Dietz vom Kreisjugendring.

Ihre Aufgabe ist es, BOB im Landkreis bekannt und beliebt zu machen. Denn BOB ist eine bayernweite Präventionskampagne zur Steigerung der Verkerhssicherheit. Einfach und unkompliziert, heißt's.

Gehen tut das so: Den gelben BOB-Anhänger kriegt diejenige Person einer Gruppe, die freiwillig nüchtern bleibt, um die eigenen Kumpels am Ende eines gelungenen Abends noch heim befördern zu können. Quasi als Belohnung gibt's dafür in bestimmten Kneipen einen alkoholfreien Gratis-Drink für den (BOB-)Fahrer.

Werbetrommel gerührt

Dieses Konzept hat den Rother Arbeitskreis Jugendschutz überzeugt. Drum haben die Mitglieder auch fleißig die Werbetrommel für BOB gerührt und in den Wirtshäusern am Ort persönlich vorgesprochen.

"Dass die Resonanz auf das Projekt in der Kreisstadt derart groß ist, hat uns positiv überrascht. Toll, wenn so viele Gastwirtschaften sagen, sie übernehmen Verantwortung für ihre Gäste", freut sich Sonja Möller im Namen des Arbeitskreises (AK) Jugendschutz. Und was AK-Mitglied Karin Reich dabei besonders gut gefällt: "Wir mussten weder gegen Widerstände kämpfen, noch Überzeugungsarbeit leisten". Die meisten Wirte hätten es "einfach gut gefunden, dass hier positiv angesetzt wird".

Somit leisten nun in und um Roth elf gastronomische Betriebe ein Bekenntnis zu mehr Verantwortung (siehe unten). Nicht nur, indem sie sich ein blau-gelbes BOB-Schild an die Tür hängen, sondern weil sie Schlüsselanhänger und Freigetränke an pflichtbewusste, junge Fahrer ausgeben

Niedrigschwellig

"Das Angebot soll so niedrigschwellig wie möglich sein. Deswegen können Kurzentschlossene die markanten Anhänger auch vor Ort in der Kneipe kriegen", erklärt Sonja Möller. Ansonsten gibt's die knautschigen drei Buchstaben beim Kreisjugendring, im Rother Jugendhaus, im Rathaus und demnächst auch bei einigen Fahrschulen.

Dorothee Dietz findet's "natürlich klasse, dass der Arbeitskreis Roth so aktiv ist", zumal die Kreisstadt doch eine gewisse Vorreiterrolle für die übrigen Kommunen des Landkreises hätte. Denn nur "wenn die Arbeitskreise in den Gemeinden von A bis Z mitziehen", könne BOB auch landkreisweit "mehr werden als ein Lippenbekenntnis".

Artikel aus der Ausgabe vom 03./04. Dezember 2011

BOB-Lokale im Rother Gemeindegebiet sind: der Musik-Club "Studio 3"; das Bistro "El Dorado"; das Speiselokal "Zum Zeppelin"; die "Kaminstube"; der "Canadianer"; das "Outback"; das "Marrakesh"; die Sportgaststätten "Waldblick"/Roth und "Almenrausch"/Eckersmühlen; das Strandhaus Birkach sowie die Speisegaststätte "Zur Linde"/Hofstetten.